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Wenn Solarzellen in die Berge gehen...
... und der Hüttenwart statt des Licht selber hochzutragen den Strom
selber produziert, sind Sie in der Grialetschhütte.
Eine grosse Erleichterung bringen Solarzellenanlagen in Berghütten.
In jedem Aufenthaltsraum ist Licht. Radio, Staubsauger und bei Bedarf
auch eine Bohrmaschine können am Inselnetz betrieben werden. Dies ist
kein übertriebenener Luxus, sondern kann manchmal auch lebenswichtig sein,
wenn Bergtouristen am Radio von einem Wetterumsturz erfahren.
Optimaler Einsatz in unserer Hütte ist gewährleistet, denn
Hochbetrieb ist stets bei schönem Wetter, auch wenn unser Solarstrom
ab und zu verregnete oder gar verschneite Jass- und Leserunden ermöglicht.
Die Anlage
Die Solaranlage auf der Grialetschhütte wurde im Sommer 1990 im Zuge des
Hüttenum- und erweiterungsbaus in Fronarbeit eingebaut, zusammen mit
der Trinkwasserversorgung für den Winterbetrieb. Der Solarstrom wird in
Batterien gespeichert und reicht aus, 5 Fluoreszenzleuchten, 7
Stromsparlampen und 17 Glühbirnen, ein Radio/Tonbandgerät und 4
Pumpen
für die Trinkwasserversorgung zu betreiben.
Um Strom zu sparen ist die Beleuchtung über verschiedene Zeitschalter
geführt und im Eingangsbereicht mit einem Bewegungsmelder versehen. Mit
Hilfe der mit Solarstrom betriebenen Pumpen kann Trinkwasser aus dem
tiefer gelegenen See gepumpt werden, wenn die Quelle im Laufe des
Sommers versiegt. Aus dem Wassertank werden die verschiedenen Wasserhahnen
und die Toiletten-Spülungen gespiesen. Der notwendige Druck wird durch
separate Trinkwasserpumpen erzeugt.
Technische Anlage
| Anwendung | Stromversorgung: Licht und Trinkwasserpumpen |
| Solarzellen | Siemens/Arco M55, total 400 W |
| Solarenergiezentrale | Brun Alternative Technik Tamins |
| Anlagekosten | ca. 26'000 sFr. |
| Bauherrschaft | SAC Sektion St. Gallen |
| Solarplaner/Installateur | H.P. Reiss, Hüttenwart |
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